Klimaschutz gelingt nur, wenn er sozial gerecht ist. Dieses Prinzip von Klimabündnis Tirol prägt auch Green Events Tirol: Veranstaltungen sollen so geplant werden, dass sie Ressourcen schonen und allen Menschen zugänglich sind – damit Klimaschutz nicht zum Privileg wird.
Ziel ist es, Veranstaltungen zu Orten machen, an denen ökologischer Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und soziale Gerechtigkeit selbstverständlich zusammengehören.
WIE GREEN EVENTS SOZIALE GERECHTIGKEIT PRAKTISCH UMSETZEN KÖNNEN:
Barrierefreiheit und Teilhabe
- Physische Zugänglichkeit: barrierefreie Zugänge, Sitzplätze, sanitäre Anlagen und Wegeführung, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kinderwagen und ältere Menschen gleichberechtigt teilnehmen können.
- Unterstützung: Freiwillige Buddys begleiten Besucher:innen mit Unterstützungsbedarf, erleichtern Orientierung und sorgen für sichere Teilhabe.
- Kommunikation: Informationen in einfacher Sprache, kontrastreiche Beschilderung, barrierefreies Hören, Gebärdensprachdolmetschung oder Live Untertitel bei Vorträgen.
- Anreise: Geförderte oder vergünstigte ÖPNV Tickets, Mitfahrbörsen und klare Hinweise zu barrierefreien Haltestellen reduzieren Mobilitätskosten und -hürden.
Schutz für vulnerable Gruppen
- Hitze und Wettervorsorge: Bereitstellung von Schattenzonen, Trinkwasserstationen und Ruhebereichen schützt ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke.
- Sicherheits und Gesundheitskonzepte: Leichte Zugänglichkeit zu medizinischer Erstversorgung, ruhige Zonen für Menschen mit sensorischer Überlastung und personalisierte Unterstützung bei Bedarf.
- Preisgestaltung: Sozial gestaffelte Ticketpreise oder Gratis Kontingente für Menschen mit geringem Einkommen verhindern Ausgrenzung (Kulturpass).
Nachhaltige Beschaffung und faire Produkte
- Leitungswasser bereitstellen ist eine einfache, wirkungsvolle Maßnahme, die gleichzeitig ökologische Vorteile bringt und soziale Gerechtigkeit fördert: Es reduziert Einwegverpackungen, senkt Kosten für Besucher:innen und sichert die Versorgung vulnerabler Gruppen.
- Priorität für saisonale, regionale, faire und biozertifizierte Produkte, ohne dass Besucher:innen dafür überproportional zahlen müssen.
- Bei Vergaben nicht nur regionale und ökologische Kriterien berücksichtigen, sondern auch faire Löhne, Sozialstandards und angemessene Entschädigungen für Ehrenamtliche.
Lebensmittelabfall vermeiden und Ressourcen schonen
- Portionsplanung und Buffetdesign: Portionsgerechte Ausgabe, kleinere Telleroptionen und aktive Portionskontrolle reduzieren Abfall.
- Vorbestellung und Resteverwertung: Vorabregistrierung für Mahlzeiten, Kooperationen mit Tafeln oder sozialen Einrichtungen für überschüssige Speisen sowie kreative Resteverwertung (z. B. Suppen, Kompostierung).
- Messung und Reporting: Erfassung von Lebensmittelabfällen als Standard KPI, um Verbesserungen sichtbar zu machen
Arbeitsbedingungen, Beschäftigung und soziale Integration
- Faire Bezahlung und transparente Verträge für temporäre Arbeitskräfte und Honorarkräfte.
- Kooperationen mit Sozialbetrieben: Einbindung sozialökonomischer Werkstätten (z. B. für Deko, Mobiliar, Upcycling Materialien, Preise), um Beschäftigungschancen für benachteiligte Gruppen zu schaffen.
- Schulungen und Sensibilisierung: Veranstalter:innen und Personal werden zu inklusiver Kommunikation, Barrierebewusstsein und nachhaltigem Handeln geschult.